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Gennady Karabinskiy

1955 in Weissrussland geboren.
1985 wohnt, studiert und arbeitet in Sankt Petersburg.
1991 Mitglied der Stadtgemeinschaft der freie KÜnstler in St. Petersburg.
2002 Mitglied des Genossenschaftsbundes der Künstler von Russland und der Internationalen Föderation von Künstlern (IFA)
2004 Übersiedlung nach Deutschland.

Gennady Karabinkiy nimmt ab 1989 an mehr als 50 Kunstausstellungen teil.
Seine Werke befinden sich u.a. im Museum der Stadt Tschita, im Zentralhistorischen Museum in Moskau und in der jüdischen Stiftung "Hesed Awraam" in St. Petersburg.

Gennady Karabinskiy setzt seinem Werk einen Satz von Michail Yasnow voran:
"Niemand kann die stumme Zwiesprache unserer Seelen vernehmen."

Dem Maler ist es gelungen, seinen eigenen Weg zu gehen und seine künstlerische Handschrift zu finden.
Ob er als künstlerisches Mittel die Zeichnung mit der Feder wählt, ein farbiges Pastell, Gouachen oder Ölbilder - in jeder dieser Techniken bewegt er sich sicher und wie selbstverständlich. Das Erste, was bei dem Betrachten seiner Bilder ins Auge fällt, ist ihre Schlichtheit. Diese Technik ermöglicht es ihm, seine Visionen von der Erschaffung einer verzauberten Welt in den Bildern treu zu bleiben und sie umzuwandeln.

Von der sklavischen Abhängigkeit was Proportionen angeht, hält er nicht viel. Er zerstört sie mutwillig und entfernt organisch geordnete Beigaben aus ihrem natürlichen Umkreis. Das Ergebnis ist überraschend. Diese geraubten Gegenstände zerfallen nicht, geschweige, dass sie aus ihrer Statik gerissen werden und zerbrechen. Natürlichkeit und ihre Ganzheit werden auf diese Weise eher abstrahiert und wieder zurückgewonnen.

Der Künstler fügt seine Welt aus einzelnen, sich häufig wiederholenden Details zusammen. Die Helden sind Vögel, Fische, Menschen, Kerzen im Abendsonnenschein, Kirchen und Häuser. Einem Kaleidoskop gleich werden die neu zusammengestellten Elemente immer wieder zu selbständigen Kompositionen, die zugleich noch eine andere Besonderheit überraschend enthüllen. Keinesfalls ist der Maler bestrebt, den Bereich seiner Themen beliebig auszudehnen. Vielmehr arbeitet er in der Tiefe des jeweils geschaffenen Raumes und es ergibt sich, dass dieser Raum grenzenlos geworden ist.
Die Bilder haben sich von der Zeit gelöst. Sie existieren einfach ohne Zuordnung.

Gennady Karabinskiy blickt nicht zurück. Er beäugt nicht argwöhnisch seine Zeitgenossen, sondern ist seiner eigenen Welt zugewandt. In ihr ist er unermüdlich und besessen tätig.


Ein Knabe.
Öl auf Leinwand.
50x60cm