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Lothar Seruset

1956 in Ulm geboren.
1988 Meisterschülerernennung an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. J.Schmettau und Prof. E.Strautmannis.
1988-1989 DAAD Jahresstipendium für die Niederlande/Amsterdam.
1993-1995 Karl-Hofer-Stipendium Berlin.

Lothar Seruset sägt, schnitzt und schneidet sich eine eigene Welt zurecht. Er ist vorzugsweise Holzbildhauer, das heisst, er befasst sich mit einem heute nach langer Pause in der zeitgenössischen Kunst wieder häufiger genutzten, im Gegensatz zu anderen Materialien relativ leicht zu bearbeitenden Werkstoff, dessen spezifische Stofflichkeit ihm für sein Tun adäquat erscheint.
Ihn beschäftigt vorzugsweise ein klassisches Thema der europäischen Kunst, nämlich die menschliche Figur oder besser: Vorstellungen von Situationen, in denen das Individuum als Handelnder auftritt.

Den Personen der Märchen, des Kasperle-Theaters sind die Skulpturen von Lothar Seruset verwandt. Als Fischträger, Kopfstand mit Hund oder Fahrender machen uns die Skulpturen Lust auf Geschichten.

Lothar Seruset meint: "Wer festhalten will, scheitert, deshalb muss das Kunstwerk Möglichkeiten bieten, über den Aufenblick der Erfahrung, auf den es sich bezieht, hinaus zu denken."

Dieses Potential drückt sich bei Lothar Seruset im Umgangmit dem Material aus. Die Grobheit der Bearbeitung, das Sperrige, Wuchtige vergegenwärtigt die Arbeit des Bildhauers als Prozess.
Das Holz, das als Baum seinen Weg begann, ist zum Teil einer Geschichte geworden, deren Ende noch nicht erzählt ist.


Frau Fischer.
Holzskulptur.
H=160x130cm.